Allgemeines
Die AWH berechtigt Druckgeräte entsprechend der Druckgeräterichtlinie zu fertigen.
Die AWH besitzt dafür eine gültige Schweißzulassung, eine QS-Abteilung, eine Umstempelbescheinigung vom TÜV, sowie ein Zertifikat vom TÜV-Nord zur Herstellung von Druckgeräten.


Geltungsbereich
In der Druckgeräterichtlinie ist festgelegt, dass nur komplette Rohrfertigungen oder Behälter zu prüfen sind. Deshalb darf an Bauteilen (z.B. einzelne Rohre, Verschraubungsteile, T-Stücke, Bögen und ähnliche Teile) kein CE-Kennzeichnung vorgenommen werden.

Hierbei kann man sich auf die Leitlinie 1/9 berufen, wo der Begriff "Rohrleitung" (Bauteile die nach DGRL geprüft werden müssen) genau definiert wird:
Einzelne Leitungsbauteile wie z.B. ein Rohr oder ein Rohrsystem, Rohrformteile, Ausrüstungsteile, Kompensatoren, Schlauchleitungen oder sonstige druckhaltende Bauteile sind keine Rohrleitungen.

Für diese Bauteile kann der Kunde bestimmte Werkstoffzeugnisse fordern, wie 2.1; 2.2; 3.1B oder 3.1B AD2000 W2 oder ähnliche Zeugnisse. Der Prüfumfang ist dafür in den unterschiedlichen Halbzeug-Normen oder den technischenRegelwerken festgelegt. Die Wahl der Zeugnisse wird von der benannten Stelle oder nacg den Forderungen des Bestellers festgelegt.
Zu beachten bei der Wahl der Prüfungszeugnisse ist auch der Kostenfaktor durch den erhöhten Prüfaufwand und die speziellen Fertigungstechnologien.


Umsetzung
Die Forderungen zur Umsetzung der Druckgeräterichtlinie basieren auf der Einstufung des Gefahrenpotentiales.
Für die Einstufung des Gefahrpotentials wird von folgenden Vorraussetzungen ausgegangen.

  • das Produkt ist gasförmig
  • das Produkt unterliegt in der Gefahreneinstufung der "Gruppe 2 (ungefährliche Medien)"

    Das Gefahrenpotential ist größer, als bei Produkten die flüssig und gefährlich sind.


  • Unter die Druckgeräterichtlinie fallen folgende Fertigungsteile, die zwei Gruppen aufgeteilt werden:
    1. Teile, die keine CE-Kennzeichnung erhalten

  • Scheibenventile DN 25-100
  • Eckrohrscheiben bis DN 65
  • Standanzeige, Mischbaterie
  • Rückschlagventile DN 25-100

    Artikel 3 Absatz 3 sagt aus:
    - Druckgeräte und/oder Baugruppen, die höchstens die Grenzwerte nach den Punkten 1.1 bis 1.3 der DGRL erreichen, müssen in Übereinstimmung mit der in einem Mitgliedstaat geltenden guten Ingenieurpraxis ausgelegt und hergestellt werden, damit gewährleistet ist, dass sie sicher verwendet werden können. Den Druckgeräten und/oder Baugruppen sind ausreichende Benutzungsausweisungen beizufügen und sie müssen eine Kennzeichnung tragen, anhand deren der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft ansässiger Bevollmächtigter ermiuttekt werden kann. Diese Druck geräte und/oder Baugruppe dürfen nicht die Artikel 15 genannte CE-Kennzeichnung tragen.

    Bestellt der Kunde Teile für eine abnahmepflichtige Anlage ofer Baugruppe, können wir entsprechende Werkbescheinigungen (WAZ) beistellen.
    Dieses muss in der Auftragsabwicklung berücksichtigt werden.

    2. Teile mit CE-Kennzeichnung

  • Eckrohrsiebe DN 80 und DN 100 fallen om Kategorie 1
  • Eckrohrsiebe ab DN 125 fallen in die Kategorie 2
  • Scheibenventile DN 125-200 fallen in die Kategorie 1

    Basierend aus dieser Einstufung müssen wir entsprechend den Modulen "A" und "A1" nach Druckgeräterichtlinie prüfen.



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